Erdbebenwiderstand

v_big_08.jpg

Holz zeichnet sich durch ein optimales Verhältnis von Festigkeit zu Eigengewicht aus als andere Baustoffe wie Stahl, Beton und Steine. Die geringe Masse der Holzhäuser erzeugt bei einem Erdbeben weniger Trägheitskräfte. Bei Erdbeben stellen neben den vertikalen Beschleunigungen und Rissbildungen an der Erdoberfläche die horizontalen Beschleunigungen die größte Gefahr für Gebäude dar. Holz hat röhrenförmige Zellen, die Hohlräume erzeugen und die elasto-mechanischen Eigenschaften optimieren. So verfügt Holz über eine hohe Druck- und Zugfestigkeit. Die Erdbebensicherheit von Holzkonstruktionen belegen zahlreiche Gebäude in seismologisch aktiven Regionen: z. B. Jahrhunderte alte Holzhäuser in Istanbul, Holzbauobjekte in Japan und mehrgeschossige Wohnanlagen in Seattle.

Ein weiterer Vorteil der Holzbauweise ist der hohe Vorfertigungsgrad einzelner Bauteile wie Wände und Decken. Dies ermöglicht eine schnelle und äußerst wirtschaftliche Bauweise. Auf Grund seiner bautechnischen und wirtschaftlichen Vorteile ist Holz ein hervorragendes Material für den Wiederaufbau in Krisenregionen - nicht nur für Wohnhäuser.

Letzte Beispiele hierfür ist der erfolgreiche Wiederaufbau mit Holz im Erdbebengebiet der Abruzzen in Italien. Nach dem schweren Erdbeben in der Umgebung von L’Aquilla im April 2009 wurden mit Hilfe des Holzmassivbaus innerhalb von kurzer Zeit zahlreiche neue Wohneinheiten für die notleidende Bevölkerung geschaffen.

Weitere Publikationen finden Sie unter:

Deutsch: Nachweis von Erdbebensicherheit von Holzgebäuden 2011

International: Timber constructions and Earthquake 2005

Timber constructions and Earthquake 2006

Earthquake Flyer